Montag, 28. Juli 2014

T-Heiland





Ein letzter Urlaub mit meinen Intern Kollegen stand an. Ziel war die Insel Ko Phi Phi und der legändere Strand Maya Bay, bekannt aus dem Film The Beach mir Leonardo di Caprio. Mir war bewusst dass das jetzt extrem touristisch wird, aber das ist jetzt nicht direkt etwas Verwerfliches.

Ko Phi Phi
Der Flieger ging am Mittwoch Abend und nach ca. 1,5 std landeten wir in Phuket. Anschließend im Hostel eingechecked und dann stand die Frage im Raum ob wir noch auf Tour gehen oder nicht. Aber was für eine Frage! Auf der Laderampe eines Pick Ups sind wir zum Höllenstrand Patong Beach gefahren. Das war echt extrem. Mir kam das vor wie am Ballermann, ein Club nach dem anderen, hunderte Thais die einen ansprechen und in ihre Bars locken wollen. Wir haben uns dann in diverse Schuppen schleppen lassen und erlebten einen 100% assi-deutsch-proleten-abend. Details erspare ich euch, mir wird heut noch schlecht wenn ich mich daran erinnere.

Am nächsten Morgen waren wir auf dem Weg zur Insel. Nach 2 Stunden auf der Fähre kamen wir zum nächsten Touri Ort in Thailand. A der Insel war es echt entspannt. Keine Thais die einen andauernd belabern und im Allgemeinen eine echt entspannte Gesellschaft. Unsere Bungalows waren einfach aber sauber und rund 20m vom Meer entfernt. Die ganze Gegend ist bekannt für die Kalkstein Felsen und die Natur dort ist echt wunderschön. Am ersten Abend sind wir an Strand und sahen den Feuershows zu. Sobald es Nacht wird verwandelt sich der Strand in eine Diskothek und es wird ausgelassen gefeiert. Ein unglaubliches Panorama, der Mond, das Meer, der Strand, gute Musik , überall Lagerfeuer und tanzende Menschen. Es gibt schlechtere Orte auf der Welt.


Die Nacht war um und das Resume war erschreckend. Ein iPhone am Strand geklaut worden und eine liebe Mitreisende hat sich a la Rumpelstielzchen ins Feuer gesetzt und sich den ganzen Fuß verbrannt. Ich glaube mein Bier war schlecht und mir war spei-übel. Die Maya Bay Tour stand an und wir quälten uns aufs Boot. Der Wellengang unterstützte mein Befinden nicht direkt, mir war noch nicht bewusst das es für mich ein Höllentrip werden sollte. Stop 1: Monkey Beach, Affen füttern. Für mich eine Wohltat, da ich von diesem wackligen Boot runter kam. Stop 2: Cliff Diving, mir war super schlecht und ich schwamm zum Felsen um von diesem Boot weg zu kommen. Springen? In dem Zustand? Niemals! Ok dann den Felsen hoch geklettert, mich kurz übergeben und dann ist mir bewusst worden das ich hier niemals mehr runter komme! Ok dann springen, 10 Meter Höhe, sauber mit dem Arsch aufgesetzt und der Tag war perfekt. Schmerzverzerrt zum Boot getrieben und die Wackelei hat wieder angefangen. Dann endlich Maya Bay. Da der Wind schlecht stand konnte man die Bucht nicht direkt von vorne erreichen, diverse Touren wurden daher abgesagt. Glück für uns, nach einer kleinen Kletterpartie lag der Strand vor uns. Unglaublich! Wunderschön! Keine Menschen Seele und nicht ein Boot lag im Wasser. Ich war schwer beeindruckt musste aber direkt in Schatten um nicht gänzlich zu kollabieren. Dann zurück zum Boot und weiter wackeln. Wir fuhren noch eine weitere Bucht an. Waren das einzige Boot dort und trieben eine Stunde im Wasser. Die Felsklippen um uns herum waren Traumhaft. Die anderen hatten sich schon ordentlich besoffen/bekifft und ich saß zusammengekauert auf dem Boot und bemitleidete mich. Naja, selber schuld. Ein Brite war
auch dabei, ein krasser Mensch. Er ist vor ein paar Wochen auf der Insel aufgewacht, ohne Geld, ohne Kreditkarte und ohne Schneidezähne. Jetzt jobbte er auf der Insel um endlich wieder nach Hause zu können! Krass, da ging's mir gleich ein bisschen besser. Am Hafen angekommen, nach 7 Stunden, war ich direkt auf dem Weg ins Bett. Mein Tag endete um 19:30.

Dann war Samstag und wir sind mit dem Boot nach Krabi bzw. Ao Nang. Der Ort war recht ok, unsere Stimmung am Boden und die Unterkunft schrecklich. Naja, gut! Nach diversen Thai Currys und einem kleinen sit in war der Tag aber auch vorbei. 4 von uns sind dann wieder heim nach Singapur. Wir anderen 4 blieben noch eine Nacht. Das Örtchen war doch nicht so übel und ein paar tolle Restaurants gab es. Wir sind dann zum Inder und haben uns von unserer indischen Begleitung ein Festmahl bestellen lassen. Bah, ich mag kein indisch! Habe es oft probiert aber es will mir einfach nicht schmecken.
JESUS

Nach dem Essen sind wir zurück in unsere neue Unterkunft und entspannten ein paar Stunden um dann das Finale anzusehen. Meine Chancen standen gut das Tippspiel meiner Family zu gewinnen und 300€ mehr im Sack für die Augustreisen wären natürlich grandios. Aber dafür mussten wir Weltmeister werden. Jetzt tippe ich seit Jahren bei der Tipprunde mit und behaupte gar nicht so schlecht zu sein. Aber der Zeitpunkt das ich tatsächlich gewinne war perfekt gewählt. Wann kann ich das Preisgeld mehr gebrauchen als jetzt. Wir haben gewonnen, also Jogi und ich, und jetzt wird der Augusturlaub immer noch besser.Nachdem wir die Siegerehrung verfolgt hatten war es 05:30 in der früh, noch ein Power Nap und dann heim Singapur. Ein sehr netter Urlaub mit Höhen und Tiefen.

Nach 5 Monaten Reis mit Scheiß, niemals unter 25 Grad und einem extrem teuren Leben hier freue ich mich wieder sehr auf Deutschland. Für eine Bergsteiger oder Kässpatzen vom Wochenmarkt würde ich über Leichen gehen. Jetzt noch ein paar Tage arbeiten und dann ist Singapur auch fast schon wieder vorbei. Die Zeit rennt!

Ich fliege am 07.08. nach Thailand gehe nach Ko Phangang und werde mich der Full Moon Party erfreuen, danach entspanne ich mit meinem ehem. Chef vom Live In auf Ko Samui. Am 16.08. zurück nach Singapur und am 18.08. weiter nach Bali/Lombock/Gili Islands. Mein Flug nach Singapur geht am 27.08. und am 28.08. wieder in die Heimat.

Sonntag, 27. Juli 2014

Der Helge und das Biest




Ich habe Besuch bekommen. Meine bessere Hälfte kam nach Singapur. Am Freitag war das Abschiedsfest einer Freundin und alle meine Homies hier sind final mit ihr zum Feiern gegangen. Der letzten Ehre halber habe ich die Meute begleitet. In weiser Voraussicht, früh morgens am Flughafen zu sein, verbrachte ich den Abend nüchtern. Alle anderen erfreuten sich an ihrem Delirium und ich musste als Chauffeur einer Dame dienen da sie aus meiner Sicht der Dinge nur noch beschränkt Zurechnungsfähig war. Sie zu Hause abgeliefert, dann zu mir nach Hause (5min Fußweg) und meine Sachen gepackt. Anschließend zum Flughafen (dauert von mir aus ca. 1,5 std) und schließlich habe ich Madame um 7.20 am Morgen in Empfang genommen. Sie fertig vom Flug, ich fertig von Arbeiten bzw. Feiern bzw. chauffieren. Dann sind wir endlich im legendären Marina Bay Sands angekommen und wollten unser Zimmer beziehen. Der Kollege von der Rezeption wies uns darauf hin dass wir um 15 Uhr auf die Zimmer können! Ja schöne Scheiße, seit 27 std wach und nochmal 6 std warten! Naja wenigstens konnten wir schon hoch in den 57. Stock und das "Politikum" der Backpacker bzw. Touristen in Singapur, den Infinity Pool, in Augenschein nehmen. Aber als ich die nächstbeste Liege fand, war ich auch direkt im Land der Träume.
Dann konnten wir endlich die Zimmer beziehen. Klar eines 5 Sterne Hauses gerecht aber die Kinnlade ist mir
jetzt nicht direkt herunter gefallen. Eines der besten Dinge war das Bett. Unglaublich groß und unglaublich bequem. Ich habe geschlafen wie ich es Singapur kein zweites Mal tun werde. Den ersten Abend haben wir in den Gardens by the Bay verbracht und klassische Satey gegessen. Der nächste Tag stand im Zeichen des Infinity Pools. Oben auf der Dachterrasse ist alles überwacht und man muss seine Zimmerkarten zeigen um den Poolbereich zu betreten. Viele lagen mir in den Ohren und fragten ob ich sie in den Pool schmuggeln könnte, aber ich habe mir meine Zeit in dem scheiß-teuren Hotel nicht so vorgestellt, dass ich jeden Semi-Freund nach oben bringe. Aber dann habe mich doch breit schlagen lassen und wir haben Tobi und Joy mit in den Pool genommen. Nach unzähligen Fotosessions haben wir uns dann frisch gemacht und sind um Essen gegangen. Ein Luxus den wir uns zu zweit meist gönnen ist gutes Essen. Diesmal im Jambos, bekannt für die Meeresfrüchte. Man kommt an Singapur nicht vorbei ohne DIE Spezialität gegessen zu haben: Chili Crab. Wow das war eine sehr wohlschmeckende Sauerei die ich da veranstaltet habe. Der Helge hat sich ein Drachenfrucht/Hummer Salat und Prawns süß/sauer rauslassen. Ich war fast schon neidisch, die Prawns süß-sauer waren gigantisch.
Am folgenden Morgen mussten wir auch schon wieder auschecken und sind zu mir. Ein kleiner Sprung was den Comfort angeht aber man muss zum Glück nicht horende Preise bezahlen für alles was man aus dem Kühlschrank nimmt. Dann ging die Sightseeing Tour auch schon los:
Botanischer Garten:
Ein ganz neues Gefühl war es, nicht wie üblich, horrende Eintrittsgelder bezahlen zu müssen um eine Attraktion sehen zu dürfen. Der botanische Garten ist riesig und wir haben uns für ein paar Themengärten entschieden, die in absehbarer Zeit begehbar waren. Die rote Faden Singapurs zieht sich durch die ganze Stadt und auch der botanische Garten steht im Stern des künstlichem, jedoch auch sehr schönem. Gerade der Orchideengarten war schön anzusehen.  
China Town:
Ich bin nicht sehr überzeugt von Chinesischer Kultur und bin daher zum ersten Mal in dieses Viertel gegangen. Aber es gibt schlechtere Orte. Kleine Läden mit Krims-Krams und Kitsch, Schneider und Souvenir Stände waren dicht an dicht gedrängt. Typische Mitbringsel werden hier gekauft. Ich war mit mir am hadern, mir einen Anzug schneidern zu lassen (kostet ca. 250 €). Aber ganz ehrlich, das Geld spar ich mir. 1. Habe ich einen Anzug 2. Wie oft zieh ich das Ding an?

Night Safari (Nacht Zoo):
Nach langem anstehen saßen wir in einem Bummelbus der uns durch den Zoo fuhr und uns erzählte was links und rechts für Tiere eingepfercht sind. Nebenbei wurden unsere indischen Mitfahrer zum 100. Mal aufgefordert bitte nicht mit Blitz zu fotografieren. Aber diese Volk ist einfach Beratungsresitent, sorry. Wie der Zoo ist auch die Night Safari, ganz nett, nicht mehr nicht weniger!
Natürlich musste ich ihr auch mein Leben hier präsentieren. 1. Sentosa Island 2. meine Arbeit 3. meine Kantine. Aber das kennt ihr ja schon.


Zum Abschluss sind wir dann noch zum Italiener und haben meine Freunde hier beim Vorsaufen auf der Bridge in Clarke Quay getroffen. Aber so schnell wie die Woche gekommen ist war sie auch wieder vorbei. Und das ist eine Lebensweisheit!!! Egal wie lang Euer Urlaub dauert er ist immer schnell vorbei, 4 Tage oder 4 Monate egal, am Ende sagt man immer "Das ging aber schnell!". 

Übersetzungshighlights Helga:

The Golden Cat is known as the fire Cat because of it's glittering coat - Die Goldene Katze aufgrund ihrer funkelden Scheiße als Feuerkatze bekannt. 

Liebe Helga, coat = Fell oder auch Mantel und bedeutet nicht Kot!

Don't stampede, only Elephants do. - Wenn die Elefanten trampeln müssen wir auch trampeln.

Liebe Helga, Trampelt nicht herum, das machen nur Elefanten.  

Sonntag, 22. Juni 2014

Alang's Rawa







Der große Traum nach Ankunft war einmal auf die kleine Insel Rawa zu fahren und im Paradies, sich selbst, sowie den Rest der Welt zu feiern. Das hatten dann neben mir noch weiter 13 Leute aus Singapur vor. Wenn ich in Zukunft von den Bridge Bros spreche meine ich genau diese Leute. Wir sind ca. 30 Expats und Interns, meist Deutsche, die hier regelmäßig was unternehmen. Da wir uns immer an der Bridge im Weggehvietel treffen nennen wir uns, mit dem Stolz eines Motorrad Clubs, Bridge Bros. Also Brücken Brüder, Emanzipation is nich!

Also sind wir mit einer Meute von 14 Personen mit dem Bus/Taxi nach Malaysia, ca. 150 km, gefahren und per Boot auf besagte Insel. Es ist wirklich ein Traum aber die Bilder sprechen für sich
selbst. Die Unterkunft hat sich auf junge Leute spezialisiert, schreiende Kleinkinder und inkontinente Alte findet man kaum. Nach der Ankunft gab es direkt nahrhafte Speisen, jedoch nur bedingt wohlschmeckend. Nachdem wir Preise für Kaltgetränke bereits im Vorfeld checkten haben wir unsere Reisekasse kalkuliert und freuten uns auf ein gutes Fest. Naja, leider waren die Preise 4 Jahre alt und 300ml Bier gabs für schlappe 4 € und die Flasche Bacardi nur günstige 100 €. Da war dann die Stimmung sehr schnell am Boden, aber nach kräftigen Investition auch direkt wieder zurück.

Den Samstag begannen wir gegen Mittag mit einer ausführlichen Kajak Tour rund um die Insel. Nach einer Stunde war die Insel umrundet und wir versuchten uns im Beachvolleyball und was man halt so macht am Strand. Am Abend wurde gegrillt und das essen war diesmal echt köstlich. Im Kerzenschein am Strand hatte es fast etwas romatisches, aber da kenn ich mich nicht so gut aus. Klar wurde danach bis zum Morgengrauen gefeiert, aber auch da möchte ich nicht ins Detail gehen, der Jugendschutz in Singapur ist recht streng.

Der Sonntag war von Schmerzen geprägt aber zum Glück hat es geregnet, sonst wäre es echt noch schlimmer geworden.

Ja das war Rawa aber hier sprechen die Bilder mehr als die Worte.





Samstag, 10. Mai 2014

Bukit Lawang (Indonesien/Sumatra)

Der Zoo in Singapur ist bekannt für seine offene Architektur, dort gibt es wenige Zäune und alle Tiere sind möglich durch natürliche Barrieren (Wasserläufe, Gräben) von den Besuchern getrennt. Nun wollten wir den nächsten Level erreichen, gar keine Zäune, gar kein Zoo. Wir waren an der Grenze des Naturreservats Gunung Leuser und dort ist einer der artenreichsten Orte dieser Welt. Hier gibt es Orang Utans, Tiger, Elefanten, Kobras, Warane uvvvvvm… Haben wir natürlich nicht alles gesehen, aber es war schon spannend zu wissen was theoretische zu Gesicht bekommen könnte.

Am Mittwoch (30.04.) in der Früh um 8:50 sind wir von Singapur nach Medan geflogen und wurden dort von unserem Shuttle abgeholt. Die Strecke von 130km zu unserer Unterkunft haben wir in schlappen 4 Stunden hinter uns bekommen. Der Verkehr in Singapur ist schon gewöhnungsbedürftig aber Indonesien war echt krass. Es wird dort gefahren wo Platz ist und wenn Platz auf der Gegenspur ist dann fährt man auf der Gegenspur, komme was wolle. Nach besagten 4 Stunden sind wir dann in Bukit Lawang angekommen. Das sah alles sehr herunter gekommen und weiß Gott nicht einladend aus. Dann hatten wir jedoch noch 15 min Fußmarsch vor uns. Da dort die Straße endete und es nur einen kleinen Trampelpfad entlang des Flusses gibt. Zum Glück fragte mich unser Hotelier, Guide oder wie man Ihn auch nennen mag, ob ich nicht hinten auf Moped sitzen wolle und mit ihm mitfahren will. Gefragt, getan. Wir knatterten den Fluss entlang und kamen endlich bei „Sams Bungalows“ an. Eine wunderschöne Terrasse mit Bar und Blick auf den Dschungel. Nachdem wir geklärt hatten welche Zimmer zu beziehen sind, wann die
Dschungeltour ansteht und was wir als Ausrüstung brauchen, nahmen wir noch ein kleines Abendmahl. Zeitig sind wir ins Bett, die große Dschungelprüfung stand am nächsten Tag an.
Um ca. 9 Uhr in der Früh machten wir uns auf den Weg. Zunächst ging über die Brücke und dann passierten wir das Grenzschild zum Gunung Leuser National Park. Und kaum die ersten Schritte gelaufen kamen uns schwärme von Moskitos entgegen. Aber gut vorbereitet wie wir waren hatten die Mücken kein Spaß mit uns. Wir haben horrende Gelder in diverse Anti-Mücken-Mittel investiert und haben daher kaum etwas abbekommen. Natürlich ist es dort auch relativ warm, hohe Luftfeuchte und es geht kein Luftzug. Somit war ich binnen Minuten von Kopf bis Fuß nass geschwitzt. Unsere erste Begegnung mit heimischem Getier waren Riesenameisen die rund 3-4 cm lang sind aber sehr friedlich waren. Dann bekamen relativ bald die ersten Orang Utans zu Gesicht und die sehen tatsächlich aus wie auf dem Foto oder im Zoo. Ein paar schreiende Gibbons schwangen von Baum zu Baum und touristisch-naturverliebt beobachteten wir das treiben. Nach gefühlt Hunderten auf und abstiegen kamen wir in direkten Kontakt mit den Orangs. Obwohl sich die Guides und Einheimischen sehr viel Mühe geben die Tiere nicht zu Füttern, wissen die Orangs das wir essen bei uns haben. Somit packte eine Orang-Dame eine Freundin am Arm und ließ erst wieder los als die Guides ihr eine Banane zuwarfen. Nach dem kleinen Nervenkitzel stiegen wir weiter über Stock in Stein im Dschungel bis wir das Revier eines verhältnismäßig aggressiven Affen umrundet hatten. Auf einer kleinen Anhöhe gab es dann Mittagessen. Irgend so ein Nasi Goreng Zeug, was sehr sehr fein war. Frisch gestärkt haben wir dann die weiteren 3 Stunden Fußmarsch angetreten. Am Camp angekommen war ich echt am Arsch, 6 Stunden Berg auf, Berg ab durch den Schlamm mit diversen Tarzan-Klettereinlagen.  

Das Camp waren mehrere Holzverschläge mit Planen abgedichtet, aber das wars dann auch. Wobei ich mir auch etwas bescheuert vorgekommen wäre, mitten im Dschungel comfort zu genießen. Es blieb authentisch und das war auch gut so. Eine kleine Hütte diente als Küche mit offener Feuerstelle. Am Abend gab es dann indonesischen Dschungelfrass, welcher wirklich unglaublich gut schmeckte. Nachdem wir ausführlich unterrichtet wurden, was jetzt "very spicy", " really spicy" und "fucking spicy" war, schlungen wir im Kerzenschein das Essen herunter. Mit wissenschaftlicher Intention welches Gefühl im Mund bei "fucking spicy" wohl herrscht, wagte ich mich an besagte Kost. Es war sehr, sehr lecker aber das "fucking" war bei Gott nicht übertrieben. Jeglicher Besuch auf dem Abort sollte mich an den folgenden Tagen an dieses grandiose Mahl erinnern. Eine unruhige Nacht auf dem Holzboden und schmerzenden Gliedern steigerte nur die Vorfreude auf den alten LKW-Reifen den Fluss hinunter zu fahren. Davor noch ein kleiner Abstecher zu einem kleinen Wasserfall und dann machten wir uns langsam auf die Reise. Die 45 min Fahrt auf dem Fluss zurück zu Sams Bunglows waren unglaublich. Es war eine Schlucht mitten im Dschungel, links und rechts gingen die dschungel-bewachsenen Abhänge nach oben und boten ein Panorama das ich für lange Zeit wohl nicht mehr sehen werde. Das war sehr, sehr beeindruckend.


Wieder zurück bei Sam (Wir wissen nicht wer Sam ist, haben ihn nie gesehen, aber unsere Unterkunft hieß so), hatten wir dann noch zwei Tage um zu entspannen. Wir schlenderten durch den kleinen Ort und saßen Abends auf der Terrasse um uns bei Kartenspielen wie Busfahrer oder Ring of Fire zu messen. Grandioses Essen gab es immer und das auch noch echt extrem günstig.

Dauer: Mittwoch 30.04. bis Sonntag 04.04.
Flugzeit: 1 std 30 min
Kostet: ca 220€


 
  

Freitag, 9. Mai 2014

Perhantian Islands

Ja da war ich aus Bangkok zurück und nach dieser extrem dreckigen und stinkenden Stadt, zog es mich in die Natur. Ich wollt jetzt endlich mal türkises Wasser sehen und an weißem Stränden die Seele baumeln lassen. Nachdem hier alle Interns recht reisefreudig sind gibt es kaum Probleme Anschluss zu finden. Die Reise war sehr spontan und wir haben uns bewusst entschieden diese sehr planlos zu bestreiten. Nur Hinfahrt und Rückflug haben wir im voraus gebucht. Wir sind über die Grenze nach Johor Bahru und von da aus mit dem Nachtbus in den Norden Malaysias. Vor der Grenze hatten uns alle gewarnt, da Singapur und Malaysia nicht das beste Verhältnis haben, dauert es an der Grenze ewig. Es kam noch hinzu das Feiertag war am Freitag (Karfreitag, heißt hier Good Friday) war. Nachtbus fahren ist ähnlich wie Business Class fliegen, große Schlafsessel und generell viel Platz. 11 Stunden Busfahrt hat gerade mal 16€ gekostet. Aus dem Bus ausgestiegen, warteten direkt diverse Taxifahrer um uns zur Fähre zu chauffieren und das hat auch alles perfekt geklappt. Ähnlich wie in Bangkok sind alle ganz heiß auf Europäer bzw. deren Geld. Unsere Unterkunft war das Bungalow "House of the rising sin" im D'Lagoon. Wunderbar abgeschieden mitten im Jungle und nur ein paar Gehminuten von diversen Traumstränden entfernt. Leider aber auch weder warmes Wasser, noch Aircon, noch Klopapier, noch Alkoholika, Supermarkt etc....



Am Freitag lagen wir dann noch am Strand und als plötzlich ein alter, verstörter Deutscher uns gefragt hat ob wir den Creazy Monkey schon getroffen hatten. Ein Affe der regelmäßig Touristen beraubt und etwas aggressiv ist. Ihn sollten wir aber nie zu Gesicht bekommen. Am Abend wanderten wir zum Nachbarstrand (1std Fussmarsch auf einem Trampelpfad durch den Dschungel. Dort gab es dann elektronische Tanzmusik, Shisha und Kaltgetränke direkt am Strand. Die Heimfahrt mit dem Wassertaxi mitten in der Nacht war auch echt nerven aufreibend. Der Wellengang war recht hoch und unsere motorisierte Transportnussschale wackelte ordentlich. Am Samstag war dann 5 std Schnorcheln angesagt. Wie im Aquarium! Inklusive Haie, Wasserschildkröten etc... leider keinen Walhai gesehen das wäre echt zu beeindruckend gewesen. Anschließend waren wir extrem platt und es gab einen Mittagsschlaf in der Hängematte. Dann sind wir noch in Bungalow und da erwartete uns eine riesige Spinne mitten auf unserem Spiegel. Aber unsere englische Rugbyspielerin mit Pfadfindererfahrung war recht schmerzfrei mit dem Entfernen des Getiers. Am Abend noch eine Grillage die sehr entäuschend war, es gab sehr schlechte Beilagen zu absolut unspektakulärem Fisch. In Angst den Flug zu verpassen sind wir dann am Sonntag recht früh mit dem Boot zurück und dann von Kota Bahru über Kuala Lumpur heimgeflogen.

Dauer: Donnerstag 17.04. bis Sonntag 20.04.
Bus: ca. 11std
Flug: ca. 1 std 45 min
Kosten: ca. 250€
Festivität am Freitag abend
XXL Spinne im Zimmer
Gebetsbaum mit Wunschzetteln der Gläubingen
Irgend ne arschgeile Sau im Meer
Aussicht vom Balkon
Fischerboot
"Turtle Beach"

Bängkok

Hotel in dem Hangover 2 gedreht wurde
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Singapur kenn ich jetzt! Wie die Leute ticken, Stadt, Land und Fluss. Das ist auch alles ganz nett aber nach einer gewissen Zeit langweilt einen bekanntlich alles. Da diverse paradiesische Orte nur wenige Flugstunden entfernt sind, bin ich nun viel unterwegs. Meine Urlaubstage habe ich vermehrt, indem ich Sie hinten an meine Praktikumszeit anhänge. Also bin ich die erste Augustwoche noch hier beschäftigt. Daher rührt auch meine Schreibfaulheit, ich habe kaum Zeit da ich die Wochenenden meist unterwegs bin. Am Freitag wurde ich gefragt ob ich nicht bis Ende des Jahres hier arbeiten möchte. Naja, wenn mein Gehalt verdoppelt wird bleib ich bis Ende Oktober in Singapur! Aber die Verhandlung steht noch aus.

So, Bangkok 04.-06. April 2014
Der Flug ging recht spät am Freitag und wir waren so gegen 01:30 am Hotel. Daher war eine vernünftige Abendplanung auch dahin. Wir haben den nächstbesten Tuk Tuk Fahrer unser Vertrauen geschenkt und er chauffierte uns in einen Club. Natürlich hat er dafür eine Provision bekommen von den Clubbetreibern. Man kann sich nicht vorstellen, wie die sonst unorganisierten Thais organisiert sind wenn es darum geht den Touristen die Kohle aus der Tasche zu ziehen. Aber da es wirklich sehr günstig dort ist, lass ich mich auch gern bescheißen. Der Club war unerwartet gut und ich habe es grandios gefeiert, dass man da noch drin rauchen darf und auf jedem 2. Tisch ne Sisha steht.

Nachdem wir uns elendig verlaufen hatten, sind wir am frühen Vormittag heimgekommen und nach üppigen 2 Stunden Schlaf ging es auf Sightseeing Tour. Buddha, Palast und Bootfahrt war ok, aber mehr auch nicht. Abends haben wir uns vorgenommen, die Bangkok Klischees näher zu inspezieren. Der Bezirk Nana ist bekannt für seine einschlägige, verruchte Gastronomie. Was soll ich groß erzählen wir waren in diversen Stangenbars und haben zum Mitternachtssnack mit Prostituierten ein paar geröstete Heuschrecken gegessen. Davor gabs im Restaurant ein Thai Curry, was mich sehr beeindruckt hat. Das beste Essen hier drüben gibt es immer noch bei den Thais. Naja um im Zuge unserer Unerfahrenheit sind wir dann auch wieder in den Club vom Vorabend gegangen. Was auch nicht schlecht war. Am Sonntag war ich dann leider etwas unfit, dennoch haben wir uns erfolgreich zum Flughafen gekämpft und sind wieder zurück nach Singapur.

Dauer: Freitag 04.04. bis Sonntag 06.04.
Flugzeit 2 std 40 min
Kostet: ca 350€


Größte Buddha der Welt
Bangkok Nightlife
"Reeperbahn"



Tuk Tuk 

Samstag, 26. April 2014

Zimmerwechsel, Zoo, o'zapft is

Ja schon zum 15. März habe ich mein Zimmer getauscht. Nun ohne eigenes Bad aber dafür etwas kleiner ;) Aber es stört mich kaum. Mein Vorgänger harte mir netterweise zwei Dinge überlassen. 1. Insektenspray und 2. zwei volle Packungen Soft - Tücher, den Wink mit dem Zaunpfahl hatte ich verstanden und mir direkt neue Bettwäsche beschafft. Das Spray hat auch schon Verwendung gefunden und die Mücken in meinem Zimmer haben keinen Spaß mehr.

 Zoo
Kaum ein Reiseführer (hab 4 Stück zu Weihnachten bekommen) widmet sich nicht ausgiebig dem Zoo in Singapur. Die offene Gestaltungsweise sei Einzigartig, die Flora und Fauna ein Traum. Um die die Tropen authentisch zu Erfahren haben wir uns einen verregneten Tag ausgesucht aber der Regen ist hier ja nur von kurzer Dauer. Verwirrte Wildkatzen die auf und ab laufen, Paviane mit rotem Arsch gibt es hier genauso wie in Hellabrunn und der Wilhelma. Nur gibt es kein Tropenhaus, sind ja schon da! Aber nix besonderes.

Heimweh braucht man hier nicht wirklich haben. Erst dachte ich dass mir das Essen etwas fehlen wird aber es gibt ihr souveräne deutsche Küche. Zum Beispiel im Restaurant Brotzeit, wobei Selbige auch sehr dem deutschen Vorbild ähnelt. Wurst, Käse, saure Gurken.... und natürlich ein Paulaner Weizen. Mit dem inländischen Tiger Beer hatte ich mich schon oft und exzessiv auseinander gesetzt, aber das Weizen war, gerade bei den Temperaturen, eine Wohltat. Nach dem Fünften war die Welt auch gleich schöner. Dank dem günstigen Preis von 12 S$ pro 0,5 liter (7€) kann ich nun auch ohne schlechten Gewissens aufs Oktoberfest gehen, preislich schockt mich das nicht mehr. Singapur erweitert echt den Horizont!


Klick:
http://www.youtube.com/watch?v=4aNZlGUsAmw