Montag, 28. Juli 2014

T-Heiland





Ein letzter Urlaub mit meinen Intern Kollegen stand an. Ziel war die Insel Ko Phi Phi und der legändere Strand Maya Bay, bekannt aus dem Film The Beach mir Leonardo di Caprio. Mir war bewusst dass das jetzt extrem touristisch wird, aber das ist jetzt nicht direkt etwas Verwerfliches.

Ko Phi Phi
Der Flieger ging am Mittwoch Abend und nach ca. 1,5 std landeten wir in Phuket. Anschließend im Hostel eingechecked und dann stand die Frage im Raum ob wir noch auf Tour gehen oder nicht. Aber was für eine Frage! Auf der Laderampe eines Pick Ups sind wir zum Höllenstrand Patong Beach gefahren. Das war echt extrem. Mir kam das vor wie am Ballermann, ein Club nach dem anderen, hunderte Thais die einen ansprechen und in ihre Bars locken wollen. Wir haben uns dann in diverse Schuppen schleppen lassen und erlebten einen 100% assi-deutsch-proleten-abend. Details erspare ich euch, mir wird heut noch schlecht wenn ich mich daran erinnere.

Am nächsten Morgen waren wir auf dem Weg zur Insel. Nach 2 Stunden auf der Fähre kamen wir zum nächsten Touri Ort in Thailand. A der Insel war es echt entspannt. Keine Thais die einen andauernd belabern und im Allgemeinen eine echt entspannte Gesellschaft. Unsere Bungalows waren einfach aber sauber und rund 20m vom Meer entfernt. Die ganze Gegend ist bekannt für die Kalkstein Felsen und die Natur dort ist echt wunderschön. Am ersten Abend sind wir an Strand und sahen den Feuershows zu. Sobald es Nacht wird verwandelt sich der Strand in eine Diskothek und es wird ausgelassen gefeiert. Ein unglaubliches Panorama, der Mond, das Meer, der Strand, gute Musik , überall Lagerfeuer und tanzende Menschen. Es gibt schlechtere Orte auf der Welt.


Die Nacht war um und das Resume war erschreckend. Ein iPhone am Strand geklaut worden und eine liebe Mitreisende hat sich a la Rumpelstielzchen ins Feuer gesetzt und sich den ganzen Fuß verbrannt. Ich glaube mein Bier war schlecht und mir war spei-übel. Die Maya Bay Tour stand an und wir quälten uns aufs Boot. Der Wellengang unterstützte mein Befinden nicht direkt, mir war noch nicht bewusst das es für mich ein Höllentrip werden sollte. Stop 1: Monkey Beach, Affen füttern. Für mich eine Wohltat, da ich von diesem wackligen Boot runter kam. Stop 2: Cliff Diving, mir war super schlecht und ich schwamm zum Felsen um von diesem Boot weg zu kommen. Springen? In dem Zustand? Niemals! Ok dann den Felsen hoch geklettert, mich kurz übergeben und dann ist mir bewusst worden das ich hier niemals mehr runter komme! Ok dann springen, 10 Meter Höhe, sauber mit dem Arsch aufgesetzt und der Tag war perfekt. Schmerzverzerrt zum Boot getrieben und die Wackelei hat wieder angefangen. Dann endlich Maya Bay. Da der Wind schlecht stand konnte man die Bucht nicht direkt von vorne erreichen, diverse Touren wurden daher abgesagt. Glück für uns, nach einer kleinen Kletterpartie lag der Strand vor uns. Unglaublich! Wunderschön! Keine Menschen Seele und nicht ein Boot lag im Wasser. Ich war schwer beeindruckt musste aber direkt in Schatten um nicht gänzlich zu kollabieren. Dann zurück zum Boot und weiter wackeln. Wir fuhren noch eine weitere Bucht an. Waren das einzige Boot dort und trieben eine Stunde im Wasser. Die Felsklippen um uns herum waren Traumhaft. Die anderen hatten sich schon ordentlich besoffen/bekifft und ich saß zusammengekauert auf dem Boot und bemitleidete mich. Naja, selber schuld. Ein Brite war
auch dabei, ein krasser Mensch. Er ist vor ein paar Wochen auf der Insel aufgewacht, ohne Geld, ohne Kreditkarte und ohne Schneidezähne. Jetzt jobbte er auf der Insel um endlich wieder nach Hause zu können! Krass, da ging's mir gleich ein bisschen besser. Am Hafen angekommen, nach 7 Stunden, war ich direkt auf dem Weg ins Bett. Mein Tag endete um 19:30.

Dann war Samstag und wir sind mit dem Boot nach Krabi bzw. Ao Nang. Der Ort war recht ok, unsere Stimmung am Boden und die Unterkunft schrecklich. Naja, gut! Nach diversen Thai Currys und einem kleinen sit in war der Tag aber auch vorbei. 4 von uns sind dann wieder heim nach Singapur. Wir anderen 4 blieben noch eine Nacht. Das Örtchen war doch nicht so übel und ein paar tolle Restaurants gab es. Wir sind dann zum Inder und haben uns von unserer indischen Begleitung ein Festmahl bestellen lassen. Bah, ich mag kein indisch! Habe es oft probiert aber es will mir einfach nicht schmecken.
JESUS

Nach dem Essen sind wir zurück in unsere neue Unterkunft und entspannten ein paar Stunden um dann das Finale anzusehen. Meine Chancen standen gut das Tippspiel meiner Family zu gewinnen und 300€ mehr im Sack für die Augustreisen wären natürlich grandios. Aber dafür mussten wir Weltmeister werden. Jetzt tippe ich seit Jahren bei der Tipprunde mit und behaupte gar nicht so schlecht zu sein. Aber der Zeitpunkt das ich tatsächlich gewinne war perfekt gewählt. Wann kann ich das Preisgeld mehr gebrauchen als jetzt. Wir haben gewonnen, also Jogi und ich, und jetzt wird der Augusturlaub immer noch besser.Nachdem wir die Siegerehrung verfolgt hatten war es 05:30 in der früh, noch ein Power Nap und dann heim Singapur. Ein sehr netter Urlaub mit Höhen und Tiefen.

Nach 5 Monaten Reis mit Scheiß, niemals unter 25 Grad und einem extrem teuren Leben hier freue ich mich wieder sehr auf Deutschland. Für eine Bergsteiger oder Kässpatzen vom Wochenmarkt würde ich über Leichen gehen. Jetzt noch ein paar Tage arbeiten und dann ist Singapur auch fast schon wieder vorbei. Die Zeit rennt!

Ich fliege am 07.08. nach Thailand gehe nach Ko Phangang und werde mich der Full Moon Party erfreuen, danach entspanne ich mit meinem ehem. Chef vom Live In auf Ko Samui. Am 16.08. zurück nach Singapur und am 18.08. weiter nach Bali/Lombock/Gili Islands. Mein Flug nach Singapur geht am 27.08. und am 28.08. wieder in die Heimat.

Sonntag, 27. Juli 2014

Der Helge und das Biest




Ich habe Besuch bekommen. Meine bessere Hälfte kam nach Singapur. Am Freitag war das Abschiedsfest einer Freundin und alle meine Homies hier sind final mit ihr zum Feiern gegangen. Der letzten Ehre halber habe ich die Meute begleitet. In weiser Voraussicht, früh morgens am Flughafen zu sein, verbrachte ich den Abend nüchtern. Alle anderen erfreuten sich an ihrem Delirium und ich musste als Chauffeur einer Dame dienen da sie aus meiner Sicht der Dinge nur noch beschränkt Zurechnungsfähig war. Sie zu Hause abgeliefert, dann zu mir nach Hause (5min Fußweg) und meine Sachen gepackt. Anschließend zum Flughafen (dauert von mir aus ca. 1,5 std) und schließlich habe ich Madame um 7.20 am Morgen in Empfang genommen. Sie fertig vom Flug, ich fertig von Arbeiten bzw. Feiern bzw. chauffieren. Dann sind wir endlich im legendären Marina Bay Sands angekommen und wollten unser Zimmer beziehen. Der Kollege von der Rezeption wies uns darauf hin dass wir um 15 Uhr auf die Zimmer können! Ja schöne Scheiße, seit 27 std wach und nochmal 6 std warten! Naja wenigstens konnten wir schon hoch in den 57. Stock und das "Politikum" der Backpacker bzw. Touristen in Singapur, den Infinity Pool, in Augenschein nehmen. Aber als ich die nächstbeste Liege fand, war ich auch direkt im Land der Träume.
Dann konnten wir endlich die Zimmer beziehen. Klar eines 5 Sterne Hauses gerecht aber die Kinnlade ist mir
jetzt nicht direkt herunter gefallen. Eines der besten Dinge war das Bett. Unglaublich groß und unglaublich bequem. Ich habe geschlafen wie ich es Singapur kein zweites Mal tun werde. Den ersten Abend haben wir in den Gardens by the Bay verbracht und klassische Satey gegessen. Der nächste Tag stand im Zeichen des Infinity Pools. Oben auf der Dachterrasse ist alles überwacht und man muss seine Zimmerkarten zeigen um den Poolbereich zu betreten. Viele lagen mir in den Ohren und fragten ob ich sie in den Pool schmuggeln könnte, aber ich habe mir meine Zeit in dem scheiß-teuren Hotel nicht so vorgestellt, dass ich jeden Semi-Freund nach oben bringe. Aber dann habe mich doch breit schlagen lassen und wir haben Tobi und Joy mit in den Pool genommen. Nach unzähligen Fotosessions haben wir uns dann frisch gemacht und sind um Essen gegangen. Ein Luxus den wir uns zu zweit meist gönnen ist gutes Essen. Diesmal im Jambos, bekannt für die Meeresfrüchte. Man kommt an Singapur nicht vorbei ohne DIE Spezialität gegessen zu haben: Chili Crab. Wow das war eine sehr wohlschmeckende Sauerei die ich da veranstaltet habe. Der Helge hat sich ein Drachenfrucht/Hummer Salat und Prawns süß/sauer rauslassen. Ich war fast schon neidisch, die Prawns süß-sauer waren gigantisch.
Am folgenden Morgen mussten wir auch schon wieder auschecken und sind zu mir. Ein kleiner Sprung was den Comfort angeht aber man muss zum Glück nicht horende Preise bezahlen für alles was man aus dem Kühlschrank nimmt. Dann ging die Sightseeing Tour auch schon los:
Botanischer Garten:
Ein ganz neues Gefühl war es, nicht wie üblich, horrende Eintrittsgelder bezahlen zu müssen um eine Attraktion sehen zu dürfen. Der botanische Garten ist riesig und wir haben uns für ein paar Themengärten entschieden, die in absehbarer Zeit begehbar waren. Die rote Faden Singapurs zieht sich durch die ganze Stadt und auch der botanische Garten steht im Stern des künstlichem, jedoch auch sehr schönem. Gerade der Orchideengarten war schön anzusehen.  
China Town:
Ich bin nicht sehr überzeugt von Chinesischer Kultur und bin daher zum ersten Mal in dieses Viertel gegangen. Aber es gibt schlechtere Orte. Kleine Läden mit Krims-Krams und Kitsch, Schneider und Souvenir Stände waren dicht an dicht gedrängt. Typische Mitbringsel werden hier gekauft. Ich war mit mir am hadern, mir einen Anzug schneidern zu lassen (kostet ca. 250 €). Aber ganz ehrlich, das Geld spar ich mir. 1. Habe ich einen Anzug 2. Wie oft zieh ich das Ding an?

Night Safari (Nacht Zoo):
Nach langem anstehen saßen wir in einem Bummelbus der uns durch den Zoo fuhr und uns erzählte was links und rechts für Tiere eingepfercht sind. Nebenbei wurden unsere indischen Mitfahrer zum 100. Mal aufgefordert bitte nicht mit Blitz zu fotografieren. Aber diese Volk ist einfach Beratungsresitent, sorry. Wie der Zoo ist auch die Night Safari, ganz nett, nicht mehr nicht weniger!
Natürlich musste ich ihr auch mein Leben hier präsentieren. 1. Sentosa Island 2. meine Arbeit 3. meine Kantine. Aber das kennt ihr ja schon.


Zum Abschluss sind wir dann noch zum Italiener und haben meine Freunde hier beim Vorsaufen auf der Bridge in Clarke Quay getroffen. Aber so schnell wie die Woche gekommen ist war sie auch wieder vorbei. Und das ist eine Lebensweisheit!!! Egal wie lang Euer Urlaub dauert er ist immer schnell vorbei, 4 Tage oder 4 Monate egal, am Ende sagt man immer "Das ging aber schnell!". 

Übersetzungshighlights Helga:

The Golden Cat is known as the fire Cat because of it's glittering coat - Die Goldene Katze aufgrund ihrer funkelden Scheiße als Feuerkatze bekannt. 

Liebe Helga, coat = Fell oder auch Mantel und bedeutet nicht Kot!

Don't stampede, only Elephants do. - Wenn die Elefanten trampeln müssen wir auch trampeln.

Liebe Helga, Trampelt nicht herum, das machen nur Elefanten.