Montag, 24. Februar 2014

How're u doin? Where u from?

25.02.14 - 14.52 Uhr

Langsam lebt man sich hier ein und bekommt langsam mit wie Singapur funktioniert und wie der Alltag hier abläuft. Die letzten Tage konnte ich nicht viel Sightseeing betreiben, da mein Fokus auf Arbeitserlaubnis und Wohnungssuche lag. Ich bin durch die Stadt gefahren und hab mir die Unterkünfte angesehen mit zig Vermietern gesprochen und mich mit der Singapurischen Bürokratie herumgeschlagen.
Favorit: Chinese Gardens - 1050 SG$
Wohnungssuche:

New Home: 920 SGD
Die Wohnungssuche läuft natürlich komplett über das Internet ab. Via easyroommates.com, gumtree.sg und Facebook werden Wohnungen ausgeschrieben. Eine klassische Unterkunft für Interns sind Condominums (kurz: Condos). Diese erinnern an ein Hotel und haben meist grandiose "Facilities" wie ein Swimmingpool, Sauna, Fitnessstudio und ein Securitydienst. Daher sind sie meist auch etwas teurer bzw. die Räume sind kleiner. Also ähnlich wie in Deutschland, man hat ein fixes Budget und um dies zu erreichen müssen Abstriche bezüglich Lage, Größe etc.. gemacht werden. Nun hatte ich mir meinen Favoriten ausgesucht, angesehen und zugesagt. Leider bekam meine konkurrierende Dame den Zuschlag und ich entschied mich für ein anderes Condo. Die Lage ist etwas schlechter aber dafür ist das ganze auch billiger (920 SGD statt 1050 SGD). Das sieht nun auf den ersten Blick sehr gigantisch aus aber die Zimmer sind recht klein. Ja und das ist nun meine neue Bleibe für die nächsten 5 Monate. Das Witzige ist nur dass ich 2 Stunden nach meiner Zusage für das günstigere Condo rückwirkend eine Zusage für das teuere bekommen habe das die Dame abgesprungen ist. Naja, thats life!

Arbeitserlaubnis:
Singapur ist sehr strikt geregelt und die Stadt funktioniert wunderbar aber das läuft nur dank der sehr strengen herrschenden Hand der Regierung. Da ich Vorgestern einen sehr besoffenen Californischen Lehrbeauftragten traff, dem seine Arbeits- und Aufenthaltserlaubnis rigoros gekürzt wurde weil er eine Studie veröffentlichen wollte welche nicht im Sinne des Staates war, habe ich etwas Respekt vor der hiesigen Obrigkeit. Somit packte ich ein Hemd aus, Yeans und schnieke Lederschuhe um auch einen zumindest akzeptablen Eindruck bei der Arbeitsagentur zu machen. Und dort angekommen wurde ich binnen Sekunden von einem Mitarbeiter angesprochen ob er mir helfen könnten. Ich habe ihm gesagt das ich hier für meine Arbeitserlaubnis bin und gab ihm den ganzen Papierkram. Er flitzte zum Computer tippte kurz was ein und sagte mir es dauert einen Tag bis das System mich erfasst hat und mich soll morgen wieder kommen. Naja, cool da hab ich Wohl umsonst geschwitzt und bin in der Mittagshitze durch die Stadt gesprungen. Naja, thats life!

Backpacktertum:
Das Leben als Backpacker ist krass. Sobald man ein Hostel betritt kommen direkt 20 Personen auf einen zu und Fragen: How're you doing? Whrere you from? Where have you been and where you go? Do you want to go out tonight? Und schon hat man für die nächsten 2 Stunden ein Thema über das ausführlich diskutiert wird. Man hört viele Geschichten und unglaubliche Erlebnisse. Ein Hostel ist konzentriertes Wissen über den Kontinent und alle Insidertipps für Billigflüge, Partys, Dos und Donts werden hier zusammengetragen. Mein Reiseplan für August steht bereits ich geh nach Thailand, Laos, Vietnam und ggf. noch nach Bali ;) Nun polarisiert ein Hostel unglaublich und die Leute gehen ein und aus. Das Leben dort besteht aus "Shortterm Friendships", man geht Frühstücken mit einem Italiener, Mittagessen mit einem Amerikaner und am Abend wird im kollektiv Getrunken und über Südost Asien geplaudert.

Morgen gehts in die neue Wohnung und dann werde ich wohl meine ersten richtigen Sightseeing touren starten. Ich bin gespannt auf den Zoo, die botanischen Gärten, Orchard Road und natürlich auf das Marina Bay Sands.


Raffels Place im Central Business Destrict - links auf dem bild eine Lobster und Crab - Fressmeile

Hier im Destrict Bugis liegt mein Hostel und die Straßen um das Hostel sehen so aus im Hintergrund die Moschee die mir 5x am Tag den Koran via Lautsprecher vorbetet.

Mosche 2 Gehminuten von mir

Chinese Shopping

Frischgepresste Säfte für 1 SGD

Kindheitstraum - Kokusnuss schlürfen 2,50 SGD

Abendessen in Little India mit meinen Shortterm Friends aus dem Hostel - habs heute morgen dann doch bereut ;) aber war sehr lecker




Samstag, 22. Februar 2014

Take off.....

20.02.2014 - 13.10 Uhr
Flug SQ327 - Singapore Airlines
Sitz 42K - Gate 32 - Terminal 2 - München

Meine Reise begann bereits im September. Das Thema 2. Praxissemester stand auf dem Schirm und im Zuge meines Daseins bei SAUER dachte ich mir es ist ein leichtes eine Praktikumsstelle in der großen weiten Welt zu bekommen. Nach ewigem hin und her, Diskussionen mit Kollegen und der Suche nach Möglichkeiten mich unterzubringen standen drei wage Ziele zur Wahl.

 1. Sao Paolo 2. Chicago 3. Singapur

Meiner guter Bekannter aus Hochschulkreisen (HP) hat mir direkt zu Singapur geraten (Dreh- und Angelpunkt in Asien, sehr westliche Umstände, Potential für die Zukunft etc). Nachdem Sao Paolo aus finanziellen und organisatorischen Umständen schwierig geworden wäre und die USA mich keinen Meter interessieren fiel die Entscheidung auf Singapur.

Dank Youtube und Wikipedia hatte ich mich über die Gepflogenheiten der Stadt informiert und mir war klar, dass ich mich richtig entschieden habe. Flug, Arbeitsvisum und Arbeitsvertrag war früher oder später organisiert und die Termine standen fest.

Nun verstrich die Zeit wie im Flug und derselbige stand vor der Tür. Kurz nach der Prüfungszeit konnte ich noch meine letzten Saufereien/Fressereien feiern (waren im Übrigen grandios, danke dafür). Noch kurz die Prüfungsergebnisse gecheckt (fucking Marketing) und ab nach München in den Flieger.

Nachdem mir eine verschreibungspflichtige Schlafmedikation besorgt wurde und Singapore Airlines für ihren guten Service bekannt sind, hatte ich nichts zu befürchten.

Als stets berechnender Mensch gab ich mir Mühe meinen Schlafrythmus dem in Singapur anzupassen (+7 std). Das bedeutete früh ins Bett und früh aufstehen. Nun saß ich Flieger und hatte mal wieder das Typische "Aaron Glück", ich hatte einen Fensterplatz, der Sitz neben mir war (als Einziger) frei und der Herr am Gang war ein recht-besoffener aber friedvoller Ire und ich konnte mich breit machen. Die im übrigen arschgeilen Stewardessen reichten Kissen, Decken, warme, feuchte Tücher, dann Trinken, dann Essen, dann nochmal
 Trinken. Voller Vorfreude auf meine Schlafmedikation wartete ich ab nochmals kurz aufs Klo gehen zu können und endlich meinen erzwungenen Schlaf zu genießen. Arschlecken! Turbulenzen über dem Schwarzen Meer (nähe Sotschi, was eine Metapher^^) . Ich bekam etwas Torschlusspanik, da wenn die Medikation zu lange wirkt, mich meine Stewardess wohl wach-prügeln müsste. Gut nachdem ich nun 4 Stunden flog, recht durchgeschüttelt wurde, genoss ich den Gang auf die Toilette und freute mich auf den Schlaf. Ich Schmiss die Pille ein und war ordentliche benebelt und schlief ganz wunderbar.

1,5 Stunden vor Ankunft weckte mich die Stewardess, Frühstück! Ok gut, kurz was gegessen und dann waren wir auch schon im Landeanflug. Landung, Auschecken, Gepäck holen, war alles keine Problem, da Singapur echt wahnsinning gut organisiert ist.

Das Hostel ist ganz ok, recht günstig und akzeptable Sauberkeit. Aber der Jetlag machte mich echt fertig und ich kämpfte mit dem Wachbleiben. Meinem Durchhaltevermögen zwang ich auf, dass ich bis zum Abend aufbleiben muss um mich anzupassen. Punkt 19 Uhr und kam in Kontakt mit den anderen Weltreisenden hier im Hostel. Wir fuhren in die Innenstadt um ein paar Bekannte zu treffen. Und ich muss echt sagen, Singapur ist der absolute Wahnsinn. Gigantische Architektur mitten in den Tropen und eine Organisation welche in Deutschland seines gleichen sucht. Die Freunde hatten wir natürlich nicht gefunden und sind wieder ins Hostel wo sie auf uns warteten. Eine Kanadierin, ein Philippine, zweit Deutsche, ein Holländer, ein Italiener und meine Wenigkeit köpften die erste Flasche Wodka auf der Dachterrasse des Hostels.
  Ich ging gegen 2 Uhr nachts ins Bett und bin trotz der schnarchenden Zimmergenossen erst um 1 Uhr wieder aufgewacht.

Frisch gestärkt machte ich mich an die Wohnungssuche (habe morgen 2 Wohnungsbesichtigungen). Also läuft das Thema auch ganz gut und ich wollte noch was essen gehen. Mein Phillipino-Kollege begleitete mich und es gab eine asiatische Suppe im nächsten Foodcourt.

Wir folgten der Nase nach am Fluss Richtung CBD (Central Business Dirstrict). Auf dem Weg der Singapore Flyer, Gardens by the Bay, Marina Bay Sands und der Formel 1 Zieleinlauf.

Nun bin ich wieder im Hostel und trinke bestes Tiger Beer für 2 € die Dose und bin gespannt was der Abend bring.
Gardens by the Bay & Marina Bay Sands

F1 Zieleinlauf, wird gerade saniert


Soweit der Stand, Stay tuned for further Info!!
Grüße
Aaron




Singapore Flyer & F1 Boxengasse
Mir gehts sehr gut und hier feier das Leben hier echt häftig!!!

Grüße
Aaron
22.02. 20:10 Uhr 29°C